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Preisgekrönte Schimpansenanlage

22.02.2017

Preisgekrönte Schimpansen-AnlageSpäte Ehre für eines der schönsten Affengehege Europas: Rund sechs Jahre nach der Fertigstellung des 417 Quadratmeter großen Schimpansen-Hauses plus dazugehörigem Affenberg mit Kletterparcours im Außenbereich wurde der Grömitzer Zoo „Arche Noah“ jetzt ausgezeichnet.

Der Berufsverband der Zootierpfleger (BdZ) vergab vor wenigen Tagen den „BdZ Biber“, einen Preis für die beste Tieranlage in einem deutschsprachigen Unternehmen. Erstmals seit 2004 geht die Ehrung des rund 1350 Mitglieder umfassenden Verbands wieder nach Schleswig-Holstein.

Die LN erreichen Zoochef Ingo Wilhelm am Telefon. Der Mann, der die Anlage in rund zehn Jahren Eigenarbeit realisierte, ist gerade im Urlaub. „Es ist eine besondere Ehre. Wir machen das alles privat, bekommen keine Gelder vom Land oder anderen. Der Preis ist für uns ganz persönlich und eine Anerkennung aus fachlicher Sicht“, sagt er begeistert. Auch erinnert er daran, dass die ein Hektar umfassende Fläche mit geringsten finanziellen Mitteln realisiert worden sei. Die Kosten betrugen weniger als eine Million Euro. „Für Otto-Normal-Verbraucher ist das natürlich enorm viel Geld“, so Wilhelm. Jedoch würden vergleichbare Anlagen oft das acht- bis zehnfache kosten.

Acht Schimpansen leben aktuell in Grömitz. „Judy“ (38) und „Michi“ (34) sind bereits seit Jahrzehnten auf dem Gelände des Familienbetriebs Zuhause. Sie kennen noch das Leben im Käfig unweit des Eingangsbereichs. Anders als die beiden Babys, die neugierig die Anlage erkunden. Raus auf den Affenberg dürfen die Tiere derzeit jedoch nicht. Das Wasser rund um den Outdoor-Spielplatz ist gefroren. Tierpflegerin Maja Wilhelm erklärt, dass niemand riskieren wolle, dass die Affen die Chance nutzen und abhauen. Schließlich seien es wilde Tiere, die über enorme Kraft verfügen würden. Außerdem mögen Schimpansen keine Minustemperaturen. „Das Haus hat immer 21 bis 24 Grad. Im Winter bekommen sie auch mal warmen Tee serviert. Das mögen sie. Ist es zu kalt, bekommen sie Schnupfen. So wie wir Menschen“, erzählt die Tochter von Ingo Wilhelm.

Wohlbehütet und großzügig untergebracht, das sind die Schimpansen im Grömitzer Zoo. Eben dies hebt auch Michael Rolfs, Medienreferent des Berufsverbands der Zootierpfleger, hervor. „Das Biber-Komitee reist durch Deutschland und bewertet die vorgeschlagenen Anlagen. Die Grömitzer Schimpansenanlage ist fantastisch. Sie punktet mit tierfreundlicherHaltung, guter Energiebilanz und ermöglicht Besuchern tolle Einblicke. Hinzu kommt die didaktische Geschichte“, lobt Rolfs und spielt damit zuletzt auf die angebrachten Schautafeln mit Infos über Schimpansen an. „Michi“, „Judy“ und all die anderen Affen ahnen indes nichts von dem tollen Preis, der im Mai in Form einer Plakette übergeben werden soll. Sie hoffen vielmehr auf ein paar Extrarationen Honig im künstlichen Termitenhügel. „Den gibt es aber nur selten. Zu viel Zucker ist ungesund“, erklärt Maja Wilhelm.

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