Die Stufen an der Yachthafenpromenade Grömitz

Immer wieder neu seit 1813

Grömitzer Geschichte an drei Stationen

Wer schon mehr als einmal in Grömitz war, weiß: Es wird immer besser! Dafür wird auch einiges getan, seit 1813 die ersten Gäste kamen. Schauen wir doch mal genauer hin: Wie haben sich Grömitz’ Attraktionen im Laufe der Zeit verändert? Eine kurze Geschichtsstunde mit besten Zukunftsaussichten am Beispiel von Dünenpark, Seebrücke und Yachthafen.

Station 1: Nordstrand - Von der ersten Badeanstalt zum Dünenpark

Historischer Badekarren

Es entsteht etwas Großes an der Promenade auf dem ehemaligen Gelände des Hauses des Kurgastes. Doch bevor wir uns den geplanten Dünenpark genauer anschauen, lohnt sich ein Blick in die Vergangenheit dieses Areals. Denn früher spielte sich das Grömitzer Strandleben ausschließlich am Nordstrand ab.

Um 1900 war das freie Baden am Strand nämlich noch verboten, die züchtige Bademode musste in hölzernen Badekarren angelegt werden. Es war im Jahr 1904, als der Maurerpolier Ferdinand Bendfeldt alle Grömitzer Badekarren aufkaufte und zu einer ersten Badeanstalt am Nordstrand zusammenlegte. Der Erste Weltkrieg und ein Feuer machten dem wachsenden Geschäft ein Ende.

Erst 1924 wurde ca. auf Höhe des Minigolfplatzes eine neue, massive Badeanstalt gebaut. Die erübrigte sich fast schon wieder, als sich ab 1926 das Freibaden überall am Strand immer mehr durchsetzte. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde das Gebäude noch als Notunterkunft für Geflüchtete genutzt, bevor es 1956 abgerissen wurde.

Eine neue Grömitzer Attraktion begeisterte ab Ende der 60er für 30 Jahre Jung und Alt: das Meerwasser-Freibad. Seit seinem Abriss ist hier eine Rasenfläche entstanden. Im Dezember 2019 wurde nun u. a. auch das alte Haus des Gastes abgerissen, um Platz für etwas Großes und besonders Schönes zu schaffen …

Dünenpark: Jetzt geht’s loooos …

Wie eingangs erwähnt: Grömitz wird immer besser und tritt mit dem Dünenpark den nächsten Beweis an. Hier schlägt künftig das naturnahe Herz von Grömitz, mit schiffsbugförmigen Gebäuden, geschwungener Promenade, Dünengras und vielen Angeboten für Familien, für Spaß- und Erholungssuchende mit Shops und frischen gastronomischen Ideen.

Die Gestaltung der Freiflächen beginnt in der zweiten Jahreshälfte 2020, der Gebäudebau im Herbst. Den Anfang macht das „ResQ“, ein Hostel, welches gleichzeitig als Unterkunft für unsere DLRG-Rettungsschwimmer zur Verfügung steht, gefolgt von ersten Shops und dem neuen Beachclub „Salt“.

Ein guter Tipp für alle, die die Spannung bis zu den ersten Eröffnungen 2022 kaum aushalten: Einfach die anderen Grömitzer Attraktionen umso intensiver genießen. Kommt doch mal mit, in Richtung großer Seebrücke!

Station 2: Grömitzer Seebrücke - Der Steg, aus dem die Träume sind

Spätestens mit dem ersten Schritt auf Grömitz’ großer Seebrücke spürt man, dass man im Ostseeurlaub angekommen ist. Das galt früher noch mehr als heute, weil die meisten Gäste auf dem Seeweg kamen.

Damals, vor über hundert Jahren, ließen Urlauber sich von Travemünde aus mit Schiffen in die Ostseebäder bringen. Fischerboote brachten die Gäste an Land und ab 1903 an die „Hedwigbrücke“, einen Anlegesteg, der für die Liniendampfer noch zu klein war. 1912 ließ dann ein Grömitzer Konsortium eine 480 m lange Seebrücke bauen, was die Gästezahlen deutlich ansteigen ließ. Diese Brücke hielt bis zum starken Eiswinter 1942.

Die 398 m lange Seebrücke, wie wir sie heute kennen, wurde 1984 eingeweiht. Zusammen mit dem Seebrückenvorplatz ist sie für viele der Mittelpunkt des Urlaubslebens. Kein Wunder, werden hier doch beliebte Highlights wie der Weltfischbrötchentag und natürlich Ostsee in Flammen gefeiert.

Neben zeitgemäßen Verschönerungen wird unsere Seebrücke immer wieder durch neue Attraktionen wie der Tauchgondel bereichert. Spätestens ab Ende 2021 bietet die Seebrücke dann noch mehr Erlebnis und Erholung, wenn die mittleren beiden Plattformen mit Sonnendeck, Drehsesseln, Kletternetzen und Leuchtturmrutsche ausgestattet wurden! Ab März 2020 beginnen bereits die ersten Baumaßnahmen am Geländer der Seebrücke, welches künftig im neuen Design und mit einer integrierten LED-Beleuchtung daherkommen soll.

Genug See(brücken)luft geschnuppert - ihr wollt noch weiter raus? Dann geht’s jetzt in den Yachthafen! Vielleicht können wir uns was chartern …

Die Seebrücke im Wandel der Zeit

Station 3: Yachthafen Grömitz - Ein Hafen für alle

Yachthafen damals & heute

Am südlichen Strandende von Grömitz geht die maritime Welt erst richtig los: Der Yachthafen begeistert Seeleute und solche, die es werden wollen.

Die Wirtschaftswunderjahre lösten auch in Grömitz einen Urlaubsboom aus. Gleichzeitig entdeckten immer mehr Grömitzer das Freizeitsegeln für sich. Nur gab’s hier leider keinen Hafen! Der frisch gegründete Segelclub musste viel Überzeugungsarbeit bei der Politik leisten, bevor der Yachthafen ab 1965 gebaut und zur Saison 1967 eröffnet wurde.

Die Nachfrage nach Liegeplätzen entwickelte sich bald prächtig. In den Jahren 1990-92 wurde der Hafen modernisiert und auf 12 Stege mit jetzt 780 Plätzen erweitert.

Der ganz große Durchbruch als Besuchermagnet kam ab 2006, als der Hafen mit einem neuen Konzept und einer Erlebnispromenade auch optisch deutlich aufgewertet wurde. Die abwechslungsreiche Hafen-Gastronomie, Spielplatz und Flanierwege, die Wassersportschulen, die Aktivitäten der ansässigen Clubs und Großveranstaltungen ziehen Segler & Co. ebenso an wie Gäste, die das maritime Treiben erstmal nur als Zuschauer genießen wollen. „Erstmal“ - denn oft beginnt die große Liebe zum Meer und zum Wassersport hier, im Yachthafen von Grömitz.