Strandfeuer - Grömitz
Strandfeuer a la Biikebrennen Grömitz

Strandfeuer à la Biikebrennen

Alljährlich feiern Einheimische und Gäste das traditionelle Strandfeuer im Ostseebad Grömitz. Am Samstag, den 18. Februar 2023 treffen wir uns, um die Wintergeister mit einem lodernden Feuerberg zu vertreiben. Alle großen und kleinen „Wintervertreiber“ sind herzlich eingeladen, sich um 17 Uhr am Seebrückenvorplatz zur gemeinsamen Fackelwanderung einzufinden. Die Fackeln werden dort kostenlos an alle Teilnehmer ausgehändigt. Zusammen mit dem Musikzug der Freiwilligen Feuerwehr Grömitz geht es in Richtung Nordstrand zum Restaurant Seafood/Falkenthal. Dort wartet schon der große Haufen aus Ästen, Strohballen, Weihnachtsbäumen und alten Sträuchern darauf, von den Gästen in Brand gesteckt zu werden. Für ordentlich einheizende Stimmung vor Ort sorgt von 17 - 21:30 Uhr das Duo Joe Green und Michael Jessen.

Restaurants

Folgende Gastronomen bieten zum Strandfeuer Grünkohlessen in ihren Restaurants an:

Kochpott, Kirchenstraße. 21, 04562/223940
Störtebeker, Wicheldorfstr. 33, 04562/8711
Strandidyll, Uferstr. 26, 04562/189 85
Falkenthal Seafood, Kurpromenade 6, 04562/5152
Gosch Hotel, Am Markt 6, 04562/22760
Hotel Windspiel, Wicheldorfstr. 24, 04562/26900
Klabautermann, Kurpromenade 56, 04562/222570
Strandhotel STEG 1, Uferstraße 1, 04562/225500
HofHotel Krähenberg, Krähenberg 1, 04562/22722
Friesenstube, Blankwasserweg 21, 04562/5398

Was steckt eigentlich hinter dieser Tradition?

Bereits im Mittelalter sollen die Holzhaufen gebrannt haben, um böse Geister zu vertreiben. Der
Überlieferung nach wurden die Biike-Feuer ab dem 17. Jahrhundert zu Ehren der ausziehenden Seefahrer und Walfänger in Nordfriesland entzündet. Die Lichter sollten den Männern, die für mehrere Monate fernab der schützenden Inseln ihren Lebensunterhalt verdienen mussten, Glück und Mut zusprechen und ihnen den Weg in die weite Welt weisen.

In seiner heutigen Form ist das Feuer im 19. Jahrhundert entstanden und geht auf die alten Fastnachtsfeuer zurück, die den Winter vertreiben sollten. Mit Tanz und Gesang begrüßten die Bewohner der Küsten damals den Frühling. Der Winter wird dabei durch eine Strohpuppe symbolisiert, die unter dem Beifall der Zuschauer den Flammen preisgegeben wird. Bis heute werden der Biike, die ins Hochdeutsche mit dem Wort „Feuerzeichen“ übersetzt wird und bis weit aufs Meer hinaus sichtbar ist, mythische Kräfte zugesprochen. Es ist der Ehrgeiz eines jeden Dorfes, die größte Biike zu haben. Dafür werden bereits Wochen vorher Äste, Weihnachtsbäume und Strohballen gesammelt sowie aufgeschichtet. Für den Zusammenhalt der Gemeinschaft im hohen Norden hatten Bräuche wie das Biikebrennen immer auch einen gesellschaftlichen Charakter, der sich bis heute erhalten hat.

Die originalen Biikefeuer findet man noch heute an der Nordsee. Mittlerweile hat sich dieser Brauch jedoch auch auf die Ostseeküste ausgeweitet, wo man ihn anders nennt. In Grömitz ist es das Strandfeuer. Das Feuer ist schon lange kein Geheimtipp mehr, sondern ein fester Bestandteil in so manchem Terminplaner oder Urlaubskalender.

Vereiste Seebrücke im Winter in Grömitz mit Eiszapfen

Winterzauber an der Ostsee

Wenn die Sonne über die kühle Ostsee glitzert, vielleicht schon eine kleine Eisdecke über dem Meer funkelt und der Blick über den Strand so weit ist wie nie, dann ist der Winter in Grömitz angekommen.