Unterstützung für betroffene Betriebe

Unterstützung für betroffene Betriebe

Sowohl auf Bundes- als auch auf Landesebene wurden dazu in den letzten Tagen diverse Erleichterungen beschlossen. Im Folgenden findet ihr eine Übersicht der aktuellen Erlasse und Informationsplattformen. 

Hilfsprogramm des Bundesfinanzministerium

Was sind Ihre Vorteile?

  • Zuschuss für die Sicherung Ihres Liquiditätsbedarfs
  • Mit der Soforthilfe werden Leistungen gewährt, um aktuelle Liquiditätsengpässe durch laufende Betriebsausgaben wie z. B. Mieten, Kredite für Betriebsräume und Leasingraten in den nächsten 3 Monaten überbrücken zu können.
  • einfaches Antragsverfahren
  • schnelle Entscheidung und Auszahlung durch die IB.SH

Wer wird gefördert?

Antragsberechtigt sind kleine Unternehmen (einschließlich Unternehmen der landwirtschaftlichen Urproduktion) mit bis zu 10 Beschäftigten (Vollzeitäquivalente) sowie Soloselbständige und Angehörige der Freien Berufe, die

  • wirtschaftlich und damit dauerhaft am Markt als Unternehmen oder im Hauptberuf freiberuflich oder als Selbstständige tätig sind,
  • ihre Tätigkeit von einer Betriebsstätte in Schleswig-Holstein oder einem Sitz in Schleswig-Holstein der Geschäftsführung aus ausführen,
  • bei einem deutschen Finanzamt angemeldet sind und
  • ihre Waren und Dienstleistungen bereits vor dem 01.04.2020 am Markt angeboten haben.

Von der Förderung ausgenommen sind:

  • Öffentliche Unternehmen
  • Unternehmen, die vor dem 31.12.2019 in Schwierigkeiten waren gemäß Art. 2 Abs. 18 der Allgemeinen Gruppenfreistellungsverordnung

Was wird gefördert?

  • Liquidität, um laufende Betriebsausgaben wie z. B. Mieten, Kredite für Betriebsräume und Leasingraten für die nächsten 3 Monate (bei Mietminderung für die nächsten 5 Monate) zu überbrücken.

Wie wird gefördert?

  • Die Soforthilfe wird als nicht rückzahlbarer einmaliger Zuschuss zur Überwindung der existenzbedrohenden Wirtschaftslage gewährt, die durch den von der Weltgesundheitsorganisation am 11.03.2020 als Pandemie eingestuften Ausbruch von COVID-19 entstanden ist.
  • Je nach Höhe des im Antrag dargelegten Liquiditätsengpasses beträgt die Soforthilfe:
    • bis zu 5 Beschäftigte bis zu 9.000 Euro
    • über 5 und bis zu 10 Beschäftigte bis zu 15.000 Euro
  • Für die Anzahl der Beschäftigten ist auf Vollzeitäquivalente abzustellen, d. h. Teilzeitkräfte sind in Vollzeitäquivalente umzurechnen. Ein Vollzeitäquivalent entspricht einer wöchentlichen Arbeitszeit von 39 Stunden. 

Wie ist Ihr Weg zur Förderung?

  • Nachdem das Antragsformular ausgefüllt und unterschrieben wurde, gehen Sie bitte auf ib-sh.de/antragsupload, um Ihren Antrag mit dem erforderlichen Nachweis (eingescannter Antrag, Handelsregisterauszug oder Gewerbeanmeldung bzw. wenn dies nicht vorhanden ist eine Personalausweiskopie) online an die IB.SH zu übermitteln. Bitte achten Sie darauf, dass der Antrag vollständig ausgefüllt und unterzeichnet ist.
  • Die Auszahlung der Mittel erfolgt kurzfristig auf der Grundlage des eingereichten und geprüften Antrags auf das im Antrag angegebene Konto des Antragstellers. Es ist kein extra Auszahlungsantrag erforderlich.

Die IB.SH bittet Sie davon abzusehen, telefonisch nachzufragen, ob Ihr Antrag eingegangen ist. Ihr Antrag ist eingegangen, sofern Sie im letzten Schritt des Antragsverfahrens die Meldung „Ihr Antrag ist bei der IB.SH eingegangen und wird so schnell wie möglich bearbeitet“ erhalten.

Bitte haben Sie außerdem Verständnis, dass derzeit keine Einzelfragen zu Ihrem Antrag beantwortet werden können. 

 

Die Entwicklungsgesellschaft Ostholstein mbH EGOH als Wirtschaftsförderungsgesellschaft des Kreises Ostholstein unterstützt die IB.SH in der Beratung sowie ggf. Annahme und Weiterleitung von Anträgen und ist somit eine zusätzliche Anlaufstelle für kleine Unternehmen und Solo-Selbständige in Ostholstein. 

Bei Fragen zum Corona-Soforthilfe-Programm oder zur Unterstützung in der Antragsstellung stehen folgende Ansprechpartner*innen der EGOH zur Verfügung:

Sönke Heidel: Tel. 04521/ 808 807 und heidel@egoh.de 
Stefanie Bauzus: Tel. 04521/ 808 809 und bauzus@egoh.de

Antrag für Corona-Soforthilfe

antrag_soforthilfe.pdf (1,5 MiB)

Landesregierung spannt Schutzschirm zur Abmilderung der Folgen der Corona Pandemie

Zunächst 100 Millionen Euro stehen in einem Soforthilfeprogramm für Kleinstunternehmer, kleine Gewerbetreibende und Solo-Selbständige in einer existenzbedrohlichen Wirtschaftslage bereit. Zuschusshöhe: 2.500 Euro sind für Solo-Gewerbetreibende und Solo-Selbständige eingeplant. 5.000 Euro für Gewerbetreibende und Selbständige mit 1 bis zu 5 Vollzeitarbeitskräfte (sozialversicherungspflichtige Beschäftigungsverhältnisse) vorgesehen. Für Gewerbetreibende und Selbständige mit bis zu 10 Vollzeitarbeitskräften stehen 10.000 Euro bereit. Diese Zuschüsse werden nur gewährt, soweit Anspruch auf Zuschüsse bis zur vorgenannten Höhe oder darüber hinaus aus Programmen des Bundes zur Bewältigung der Corona-Krise nicht bestehen.

Zunächst 300 Millionen Euro werden in einem Mittelstands-Sicherungsfonds bereitgestellt. Aus diesem Fonds können rückzahlbare Zuschüsse von bis zu 750.000 Euro gewährt werden. "Dabei geht es um zunächst zinslose und tilgungsfreie, Darlehen, die dazu führen, dass die bestehenden Liquiditätsengpässe überbrückt und abgefedert werden können", so Buchholz.

https://www.schleswig-holstein.de/DE/Landesregierung/I/Presse/PI/2020/MP/200320_MP_corona_Schutzschirm.html

Schleswig-Holstein-Finanzierungsinitiative für Stabilität

Zur Stabilisierung der schleswig-holsteinischen Wirtschaft benötigen insbesondere kleine und mittlere Unternehmen (KMU) Zugang zu Krediten und Eigenkapital.

Um den Hausbanken die Finanzierung kleiner und mittlerer Unternehmen (KMU) zu erleichtern, haben die Förderinstitute des Landes Schleswig-Holstein (Bürgschaftsbank Schleswig-Holstein, Investitionsbank Schleswig-Holstein, Mittelständische Beteiligungsgesellschaft Schleswig-Holstein) im Rahmen dieser Initiative ihre Angebote auf die Bedarfslagen der Unternehmen im Zuge der Coronakrise ausgerichtet. Damit soll gewährleistet werden, dass den Unternehmen ein schneller und einfacher Finanzierungszugang erhalten bleibt. Notwendige Voraussetzung dafür ist auch eine ausreichende Eigenkapitalbasis der KMUs. Dies kann im Rahmen der Finanzierungsinitiative durch die Beisteuerung einer möglichen stillen Beteiligung sichergestellt werden.
 
Antragsvoraussetzungen
  • Kleine und mittlere Unternehmen (KMU)
  • Etabliertes Geschäftsmodell mit ausreichend Perspektiven
  • Keine Negativmerkmale (zum Beispiel Zwangsvollstreckung, Mahnbescheide, keine Insolvenztatbestände etc.)
  • Nachhaltige Kapitaldienstfähigkeit

Finanzierungsgrenzen
  • keine Untergrenze
  • bis zu 2.000.000 Euro Fördervolumen (Fördervolumen = EFRE/MBG- Beteiligung + IB.SH-Finanzierungsmittel + BB-SH- verbürgter Kredit)
  • bis 750.000 Euro erfolgt die Antragsprüfung im Expressverfahren (Entscheidung innerhalb von fünf Bankarbeitstagen)

Antragstellung
Hausbanken und Unternehmen stellen formlose Anfrage (per E-Mail oder telefonisch) an die Finanzierungskoordinatoren der SH-Finanzierungsinitiative:
 
Herrn Jürgen Wilkniß
Bürgschaftsbank Schleswig-Holstein
Leiter Bürgschaftsabteilung
juergen.wilkniss@bb-sh.de 
Tel.: 0431 5938 133 
 
Herrn Matthias Voigt
Investitionsbank Schleswig-Holstein
Leiter Firmenkunden Finanzierung
matthias.voigt@ib-sh.de
Tel.: 0431 9905 3330
Lorentzendamm 22 
24103 Kiel 
 
Die Entscheidung im Expressverfahren erfolgt nach Vorlage der erforderlichen Unterlagen innerhalb von fünf Bankarbeitstagen.
 
Erforderliche (Mindest-) Unterlagen
  • Beschreibung des Finanzierungsbedarfs und des Geschäftsmodells des Unternehmens
  • Wirtschaftliche Verhältnisse
    • Aktuell vorliegende Jahresabschlüsse
    • Ggf. Selbstauskunft der Gesellschafter bei persönlicher Haftung
    • Aktuelle Zwischenzahlen
    • Herleitung des Kapitalbedarfs für 2020
    • Letzter Kreditbeschluss der Hausbank (inkl. PD des letzten Ratings)
    • Unterlagen zu Gesellschaftsverhältnisse (zum Beispiel Organigramm)
Befristung
Die SH-Finanzierungsinitiative ist zunächst bis zum 31. Dezember 2020 befristet.
 

Ostholstein-hilft.de

Für alle Unternehmen ist es wichtig, dass Gäste und Einheimische gerade jetzt an ihrer Seite stehen. Ein Beispiel hierfür ist die finanzielle Unterstützung in Form eines Gutscheins, der aktuell gekauft und nach der Krise in den Unternehmen eingelöst werden kann. Aus diesem Grund hat die Entwicklungsgesellschaft Ostholstein mbH als Wirtschaftsförderungsgesellschaft des Kreises Ostholstein das Gutscheinportal www.ostholstein-hilft.de ins Leben gerufen.

Ziel der Plattform ist es, die lokalen Unternehmen in dieser schweren Zeit zu unterstützen. Händler, Gastronomen, Leistungsträger und alle Firmen, die durch die Corona-Krise derzeit mit Einschränkungen zu kämpfen haben, sind aufgerufen, sich auf der Plattform zu zeigen und von ihr zu profitieren. Diese können sich hier mit einem kurzen Portrait darstellen und Gutscheine für ihr Geschäft und ihre Leistung anbieten. So haben Nachbarn, Einheimische und Gäste die Möglichkeit, den Unternehmen über diese schwere Zeit hinweg zu helfen.

Die Beteiligung auf der Plattform ist selbstverständlich kostenfrei.

Der Anmeldebogen für Unternehmen kann hier heruntergeladen werden und im Anschluss per E-Mail an belka@egoh.de gesendet werden, dann wird das Unternehmen von der EGOH eingetragen und im Laufe des Tages auf dem Portal erscheinen.

Hinweise für Geschäftsführer zum Umgang mit finanziellen Auswirkungen während der Corona-Krise

Herr Jordan, Wirtschaftsprüfer und Steuerberater der Treurat GmbH hat auf Bitte des Tourismusverbands Schleswig-Holstein eine Zusammenstellung von Hinweisen/Leitfäden für Vorstände/Geschäftsführer/Betriebsleiter, insb. von kommunalen Tourismusbetrieben bzw. –organisationen in der aktuellen Krisensituation erstellt. Sie beinhalten allgemeine Pflichten in der Krise und Möglichkeiten der Liquiditätssicherung in der akuten Situation wie die laufende Liquiditätsplanung mit einem Beispiel oder Maßnahmen zur Wiederherstellung der Zahlungsfähigkeit. Die Inhalte sind eine erste Einschätzung und können keinen Anspruch auf Vollständigkeit ergeben. Sie erfolgen nach bestem Gewissen, aber ohne Gewähr. Insbesondere ersetzen Sie keine qualifizierte rechtliche Beratung.

Hinweise GF in der Krise_Treurat

Anlage 1_Hinweise GF in der Krise.pdf (153,8 KiB)

Bundesministerium der Finanzen

Steuerliche Maßnahmen zur Berücksichtigung der Auswirkungen des Coronavirus: 

https://www.groemitz.de/files/downloads/Corona/BMF_Steuerliche-Massnahmen-zur-Beruecksichtigung-der-Auswirkungen-des-Coronavirus_20200319.pdf

Finanzministerium des Landes Schleswig-Holstein

Steuerliche Maßnahmen zur Berücksichtigung der Auswirkungen des Coronavirus: 

https://www.groemitz.de/files/downloads/Corona/SH_FinMin_Steuerliche-Massnahmen-zur-Beruecksichtigung-der-Auswirkungen-des-Coronavirus_20200319.pdf

 

Steuerliche Maßnahmen zur Unterstützung von durch Corona betroffenen Unternehmen:

https://www.groemitz.de/files/downloads/Corona/SH_FinMin_Steuerliche-Massnahmen-zur-Unterstuetzung-von-durch-Corona-betroffenen-Unternehmen_20200316.pdf

Finanzministerium der Länder

Gewerbesteuerliche Maßnahmen zur Berücksichtigung der Auswirkungen des Coronavirus: 

https://www.groemitz.de/files/downloads/Corona/FinMin-der-Laender_Gewerbesteuerliche-Massnahmen-zur-Beruecksichtigung-der-Auswirkungen-des-Coronavirus_20200319.pdf

Formular der Steuererleichterung

Ein neues Formular für die Einreichung beim Finanzamt. Folgende Antragsstellungen werden vereinfacht: 

a.) Zinlose Stunden von Steuerzahlungen.

b.) Herabsetzung von Steuervorauszahlungen bzw. des Steuermessbetrages im Zusammenhang mit Gewerbesteuervorauszahlungen. 

https://www.groemitz.de/files/downloads/Corona/Formular-fuer-Finanzamt_Steuererleichterungen-aufgrund-der-Auswirkungen-des-Coronavirus_20200319.pdf

Hinweise für den Steuerberater

Zur Erleichterung der Arbeit des Steuerberaters und als Orientierung hat der Deutsche Steuerberaterverband e.V. eine Übersicht mit Informationen erstellt. Hier sind Bereiche wie Kurzarbeitergeld, Quarantäne, Lohnfortzahlung bei Kinderbetreuung und viele weitere Themen aufgeführt. 

https://www.groemitz.de/files/downloads/Corona/DStV_Corona_Information-fuer-Steuerberater-und-ihre-Mandanten_20200318.pdf

Reicht diese Datei gerne weiter an alle, die sie benötigen. 

Zinslose Beitragsstundungen

Die Berufsgenossenschaft Nahrungsmittel und Gastgewerbe will Betrieben die Beiträge für die Zeit vom 15. März bis 15. Mai zinslos stunden. Ein formloser Antrag kann telefonisch über 0621 4456-1581 oder per E-Mail an beitrag@bgn.de gestellt werden. Das Angebot gilt sowohl für BGN-Versicherungen als auch für den Arbeitsmedizinischen und Sicherheitstechnischen Dienst der BGN (ASD*BGN).

Quelle: https://www.ihk-schleswig-holstein.de/news/startseite-old/coronavirus/finanzierungshilfen-4729362#titleInText1

Aussetzung der Insolvenzantragspflicht

Das Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz bereitet eine gesetzliche Regelung zur Aussetzung der Insolvenzantragspflicht vor, um Unternehmen zu schützen, die infolge der Corona-Pandemie in eine finanzielle Schieflage geraten. Als Vorbild hierfür dienen Regelungen, die anlässlich der Hochwasserkatastrophen 2002, 2013 und 2016 getroffen wurden.
 

Kurzarbeitergeld

Erfährt ein Unternehmen einen erheblichen vorübergehenden Arbeitsausfall kann es Kurzarbeitergeld beantragen. Dies gilt auch wenn der Betrieb vorsorglich vorübergehend geschlossen wird. Anspruchsberechtigt sind sozialversicherungspflichtig Beschäftigte. Bei Selbstständigen ohne Mitarbeiter ist eine Kurzarbeit nicht möglich. In Betrieben mit Betriebsräten unterliegen die Einführung der Kurzarbeit und die Regelung der Einzelheiten der Mitbestimmung des Betriebsrats. Die Regelungen für Auszubildende haben wir hier zusammengefasst.
 
Kurzarbeit beantragt der Arbeitgeber, also der Unternehmer, bei seiner regional zuständigen Agentur für Arbeit. Dazu ist eine “Anzeige über Arbeitsausfall“ bei der zuständigen Agentur für Arbeit notwendig, die Unternehmen auch online vornehmen können. Diese Anzeige über Arbeitsausfall wird von Ihrer Arbeitsagentur geprüft. Nach Prüfung der Anzeige durch die Arbeitsagentur können Sie den “Antrag auf Kurzarbeitergeld“ stellen. Bitte haben Sie Verständnis, dass die Telefon-Hotline der Arbeitsagentur derzeit schwer erreichbar ist. 
 
Höhe des Kurzarbeitergeldes 
Arbeitnehmer erhalten 60 Prozent ihres Nettolohns für die ausfallende Arbeitszeit, bei Kindern im Haushalt 67 Prozent. Diese Prozentzahlen sind auf die Beitragsbemessungsgrundlage in der Arbeitslosenversicherung begrenzt. 
 
Voraussetzungen (Stundenkonto und Urlaub) 
Die Voraussetzungen für Kurzarbeitergeld sind im Sozialgesetzbuch III genau geregelt. Kurzarbeit kann der Arbeitgeber demnach anmelden, wenn der Arbeitsausfall unvermeidbar ist und der Betrieb alles getan hat, um ihn zu vermindern oder zu beheben. Zeitguthaben, Überstunden oder Ähnliches müssen zuerst eingesetzt werden, auch die Anordnung von Urlaub ist zulässig. Urlaub, der schon genehmigt ist, kann nicht ohne Weiteres wieder gestrichen werden.  
 
Erleichterungen während der Coronakrise 
Arbeitgeber können das Kurzarbeitergeld zurzeit leichter beantragen, weil einige Hürden wegfallen beziehungsweise kleiner werden. 
  • Bisher müssen Arbeitgeber 80 Prozent der ausgefallenen Sozialbeiträge selbst zahlen, nicht nur vom eigenen Anteil, sondern auch vom Anteil des Arbeitnehmers. Nun werden diese Sozialbeiträge zu 100 Prozent erstattet. 
  • Betriebe sollen zudem Kurzarbeitergeld schon nutzen können, wenn nur 10 Prozent der Beschäftigten vom Arbeitsausfall betroffen sind - statt wie bisher ein Drittel.
  • Normalerweise wird die Auszahlung von Kurzarbeitergeld auf 12 Monate beschränkt, es soll nun leichter auf 24 Monate verlängert werden können.
Weitere Informationen zur Kurzarbeit in Zeiten der Coronakrise finden Sie auf der Webseite vom Bund-Verlag. Aktuelle offizielle Informationen des Bundeswirtschaftsministeriums finden Sie auf dessen Website unter Auswirkungen des Coronavirus: Informationen und Unterstützung für Unternehmen
 

BMWI-Förderprogramm "go-digital"

Kleine und mittlere Unternehmen (KMU) und Handwerksbetriebe können ab sofort finanzielle Unterstützung erhalten, wenn sie kurzfristig Homeoffice-Arbeitsplätze schaffen. Erstattet werden bis zu 50 Prozent der Kosten einer unterstützenden Beratung durch ein vom BMWi autorisiertes Beratungsunternehmen. Das Förderprogramm ”go-digital” des BMWi sieht hierfür ein spezielles, schnelles und unbürokratisches Verfahren vor.
 
Der neue Förderbaustein deckt unterschiedliche Leistungen ab, von der individuellen Beratung bis hin zur Umsetzung der Homeoffice-Lösungen, wie beispielsweise der Einrichtung spezifischer Software und der Konfiguration existierender Hardware. Betriebe, die von der Förderung profitieren wollen, müssen zunächst über die Beraterlandkarte ein Beratungsunternehmen in ihrer Region suchen und mit ihm einen Beratervertrag abschließen. Von diesem Punkt an übernimmt das Beratungsunternehmen alle weiteren Schritte für die Unternehmen.
 
Von der Förderung können rechtlich selbständige Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft einschließlich des Handwerks mit technologischem Potenzial mit weniger als 100 Beschäftigten und einem Vorjahresumsatz oder einer Vorjahresbilanz von höchstens 20 Millionen Euro profitieren. Bei einem maximalen Beratertagessatz von 1.100 Euro beträgt der Förderumfang maximal 30 Tage.
 
Konkrete Fragen zur Förderfähigkeit und Beantragung beantwortet der Projektträger, die EURONORM GmbH, telefonisch unter 030 97003-333.
 

GEMA & GEZ-Gebühren

Die GEMA hat angekündigt, dass alle Monats-, Quartals- und Jahresverträge für Lizenznehmer, die ihren Betrieb aufgrund behördlicher Anordnungen zur Eindämmung des Coronavirus schließen müssen bzw. mussten, rückwirkend zum 16. März 2020 ruhen. Die GEMA-Vergütungen entfallen somit bis auf weiteres. Nähere Informationen finden Sie auf der GEMA-Website. Der Deutsche Tourismusverband steht mit der GEZ in Kontakt, um auch hier Lösungen für touristische Betriebe herbeizuführen.